Content Marketing
Lesedauer: 3 Minuten

Die richtigen Themen finden im Content Marketing

Wie finden Sie die Themen, die Ihre Zielgruppe fesseln und begeistern? Wie entdeckt Ihr Unternehmen genau die Themen, die für Ihre Kunden relevant sind?

Den Fragen Ihrer Kunden Schritt für Schritt näherkommen

  • Schritt 1 – Hören Sie zu!

Welche Themen bewegen die Menschen draußen? Wofür suchen sie eine Lösung, kurz: Wo drückt der Schuh? Das erfahren Sie, indem Sie selbst aktiv im Netz werden, Kommentare und Hilfe-Foren lesen, die Medien Ihrer Kunden nutzen. Oder klinken Sie sich in bestehende Diskussionsrunden bzw. Gruppen ein, z.B. auf Social Media.

  • Schritt 2: Fragen Sie!

Am besten ist es, Sie suchen den Dialog mit Ihren Kunden. Sprechen Sie dafür Ihre Zielgruppe direkt an. Das gelingt Ihnen z.B. über Auswertungen der Kommunikation Ihres Kundendienstes oder durch Interviews Ihrer Kolleg:innen im Vertrieb; über Postings in Social Media oder Online-Umfragen an, fragen Sie die Menschen dort: Für welches konkrete Problem (im Zusammenhang mit den Produkten oder Services Ihres Unternehmens) sucht Ihr eine Lösung? Was wünscht Ihr Euch von …? Was würdet Ihr bevorzugen, …?

  • Schritt 3: Seien Sie nützlich und verschwenderisch!

Überlegen Sie im nächsten Schritt, nach Ihren Analysen, mit welchen Inhalten Sie Ihren Kunden ganz konkret helfen und damit einen Mehrwert bieten können. Gut geeignet zur Beantwortung von Fragen aller Art sind z.B. Anleitungen, Schritt-für-Schritt Lösungsvorschläge (wie löst man mit diesem Produkt das Problem XY?), Whitepaper, technische Anleitungen, gerne auch als Videos oder Grafiken. Auch Podcasts zu den Themen, die Ihr Unternehmen und Ihre Kunden bewegen, sind eine gute Idee.

  • Bonus: Recycling ist das Gebot der Stunde!

Das Recycling Ihrer wertvollen Inhalte sollte für Ihr Unternehmen zum Standard werden. Content mehrfach zu nutzen ist smart und ökonomisch sinnvoll. Von daher, durchforsten Sie Ihr Content-Archiv: Gibt es bereits fertige Inhalte, die schon einmal publiziert wurden, wie z.B. besonders beliebte Social Media Posts, einen älteren Blogbeitrag, den Sie aktualisieren können, ein Video? Im Vergleich zur kompletten Neuerstellung von Inhalten, lassen sich diese Inhalte meist mit weniger Aufwand aktualisieren und noch einmal verwenden, „re-posten“. Daher: Planen Sie die Wiederverwertung am besten gleich von Anfang an mit ein

Suchmaschinen für die Themenfindung nutzen

Der einfachste und schnellste Weg zur Themenfindung ist es, Google & Co. zu nutzen. Standardmäßig werden hier zu einem Suchbegriff über die Funktion Auto-Vervollständigen die meistgesuchten Begriffe oder Suchanfragen aufgelistet. Dahinter verbergen sich so genannte verwandte Suchanfragen. Dies sind bei Google diejenigen Begriffskombinationen, die algorithmisch aus den Suchmustern anderer Google Nutzer generiert werden.

www.google.de/alerts: Themen- / Medienbeobachtung, Trendscouting
www.trends/google.de/trends: Such-Trends aktuell, Rückblick seit 2004

Als Beispiel des Begriffs „Thermos …“ wird sichtbar, nach was andere Nutzer in diesem Zusammenhang gesucht haben

Mit Keyword-Tools die Fragen der Nutzer herausfinden

Natürlich erstellen Sie nur Inhalte, die Ihre Kunden und Interessenten gut gebrauchen können oder die sie unterhaltsam, lehrreich oder informativ finden. Für die Aufgabe, diesen passenden Content zu erstellen, gibt es eine ganze Bandbreite an Tools – von kostenlos bis teuer, einfach bis komplex. Das Prinzip ist immer gleich: Sie geben den gewünschten Suchbegriff in eine Suchmaske ein, das Tool liefert je nach Aufgabenstellung die dazugehörigen Daten, meist in verständlichen Diagrammen o.ä.

Die Tools greifen in der Regel auf folgende Datenquellen (einzeln oder in Kombination) zurück:

  • Google-eigene Datenbank, Google Suggest;
  • Google Keyword Planer – die durchschnittlichen monatlichen Suchvolumina der abgefragten Suchbegriffe, Gebotsvorschläge für die Anzeigenschaltung auf diese Keywords sowie passende verwandte Suchanfragen;
  • Google Trends – visualisiert Suchanfragen in zeitlichem Kontext;
  • Google Correlate – Veränderung der Abfrage eines Keywords im Jahresverlauf; Entwicklung von Keyword-Trends in ähnlicher Weise.

Weitere Datenquellen, die Ihnen zur Verfügung stehen sind u.U. Bing oder Amazon. Damit erhalten Sie einen guten ersten Überblick, nach was die Nutzer im Zusammenhang mit einem Suchbegriff fragen. Jetzt ist es an Ihnen, auf Ihren Webseiten diese Fragen auch kompetent und nahbar, persönlich und authentisch, echt zu beantworten.

Die klassischen W-Fragen in modernen, leistungsstarkenTools

Johann Wolfgang von Goethe wird das Zitat zugeschrieben: „Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen.“ Wer seiner Zielgruppe relevanten, also nützlichen Content liefern möchte, der fragt am besten nach, wofür sich die Zielgruppe interessiert. Hier hilft eine Fülle von Online-Tools. Eine eigene Kategorie bilden die W-Fragen-Tools oder Suggest Tools. Zu den bekannteren zählen:

Sie alle liefern Frage-Sätze als Ergebnisse nach der Eingabe eines Suchworts bzw. Begriffs. Die W-Fragen-Tools kümmern sich um die explizit gestellten Fragen der Suchmaschinen. Also um alles, was mit „Wer, Was, Wo, Warum, Wie, etc.“ oder mit Präpositionen im Zusammenhang mit dem Suchbegriff in das Google-Eingabefeld getippt wird.

Die Anzahl der Fragen und/oder der gelieferten Antworten ist bei den meisten Tools begrenzt. Frei nach dem Motto: Willst Du mehr wissen, dann musst Du zahlen. Die Bezahlmodelle sind aber allesamt moderat. Betrachten Sie die Kosten hier als Personaleinsatz oder wie jeden anderen notwendigen Posten in Ihrer Bilanz. Unsere Erfahrung zeigt es immer und immer wieder: Jeder Euro, den Sie vor dem Launch Ihrer Website und vor der Redaktion Ihrer Inhalte in die Recherche und die Erforschung der Nutzerbedürfnisse stecken, ist Gold wert. Je mehr Sie vorher fragen und erfahren, je intensiver Sie Ihren Kunden und Interessenten zuhören auf Ihren Online-Kanälen, umso mehr Chance haben sie später, die passenden Antworten auf Ihrer Website oder in Ihren Marketing-Kampagnen zu liefern.

Unser Praxis-Tipp:

Starten Sie Ihre Abfrage, wenn möglich in mehreren Keyword-Tools parallel und auf mehreren Browsern und Endgeräten. So lassen sich die Stärken der jeweiligen Tools geschickt miteinander kombinieren. Sie bekommen ein besseres Verständnis der Fragen und Probleme, mit denen Menschen tagtäglich die Suchmaschinen füttern.

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